Das ausgehende 19. Jahrhundert

Mit Werken des Impressionismus und seiner Nachfolger beginnt in der Sammlung die moderne malerische Tradition, die bis in die amerikanische Kunst der letzten Jahrzehnte führt. Von der impressionistischen Generation sind Pierre-Auguste Renoir, Camille Pissarro, Alfred Sisley und Paul Cézanne vertreten, besonders schön Claude Monet mit bedeutenden Beispielen aus verschiedenen Schaffensphasen. Werke von Odilon Redon repräsentieren den symbolistischen Zweig der französischen Malerei. Eine zentrale Position kommt Vincent van Gogh mit drei Hauptwerken zu.

Zur Generation der Nachimpressionisten zählen die in Winterthur früh gesammelten Maler Pierre Bonnard, Edouard Vuillard und Félix Vallotton, von denen Werkgruppen zu sehen sind. Als ihr Zeitgenosse und Antipode erscheint in der Sammlung der späte Ferdinand Hodler mit Berglandschaften, der mittleren Fassung von «Blick in die Unendlichkeit» und Selbstbildnissen.

Auch die neuen plastischen Konzeptionen an der Wende zum 20. Jahrhundert lassen sich anhand von herausragenden Werken verfolgen: Auguste Rodins monumentaler «Pierre de Wissant» und Aristide Maillols «La nuit» sind präsent, ebenso wie der ausserhalb Italiens selten gezeigte Medardo Rosso mit seinen Bildnissen, gefolgt vom jungen Pablo Picasso und von Wilhelm Lehmbruck.