Gegenwart
Die Sammlung neuerer Kunst, die kontinuierlich aufgebaut wird, konzentriert sich auf ausgewählte künstlerische Positionen der letzten Jahrzehnte. Sie schliesst neben Malerei und Skulptur auch die Zeichnung ein. Beispielhaft zeigt sich dies bei Gerhard Richter, der sowohl mit Gemälden wie mit zahlreichen Arbeiten auf Papier präsent ist. Von Richard Hamilton besitzt das Museum als einzige Institution eine vollständige Sammlung der Druckgraphik und Multiples.
Prominent vertreten ist die amerikanische Malerei: Vom abstrakten Expressionismus geprägt sind die Bilder von Philip Guston, Eva Hesse und Brice Marden, aber auch die Skulptur aus bemalten Autoblechen von John Chamberlain. Zu den bedeutenden Vertretern der neueren abstrakten Kunst zählen Agnes Martin, Ellsworth Kelly, James Bishop, Robert Ryman, Robert Mangold, Richard Tuttle. Irritierend doppelbödig sind dagegen die Arbeiten von Richard Artschwager.
Einen wichtigen Platz besetzt die italienische Kunst in der Sammlung – von Lucio Fontana und Piero Manzoni bis zur Arte povera – Giovanni Anselmo, Luciano Fabro, Jannis Kounellis, Mario Merz, Marisa Merz, Giulio Paolini, Giuseppe Penone. Von diesen führenden Künstlern ihrer Generation bestehen Werkgruppen, wie sie ausserhalb Italiens kaum zu finden sind.
Besondere Aufmerksamkeit gilt in der neueren Sammlung plastischen Werken, in denen der improvisierte Umgang mit Materialien und Formen, der Bezug auf skulpturale und architektonische Momente und der Einschluss erzählerischer Elemente zentral ist, also Arbeiten von Thomas Schütte, Pedro Cabrita Reis, Rita McBride.

