Kunstmuseum Winterthur
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sammlungskatalog
Im Juli 2005 ist der erste Band des kritischen Katalogs der Gemälde und Skulpturen erschienen, die vom Kunstverein Winterthur seit seiner Gründung 1848 bis in die Gegenwart für die Sammlung des Kunstmuseums Winterthur erworben wurden.  
Die Edition sieht vor, die Sammlung über die nächsten zehn Jahre in fünf Bänden zu publizieren, die jeweils einer bestimmten Epoche gewidmet sind. Der nun erscheinende Band 1 gibt einen Überblick über die älteren Bestände, von Hans Asper bis Ferdinand Hodler. Band 2 widmet sich einem der Schwerpunkte der Sammlung, der französischen Kunst des ausgehenden 19. und des frühen 20. Jahrhunderts; Band 3 umfasst die Werke der klassischen Moderne; Band 4 behandelt die Kunst der Nachkriegszeit, während Band 5 die Zeit seit 1960 darstellt. Der abschliessende Band 6 enthält ein vollständiges illustriertes Verzeichnis aller Werke. In jedem Band figurieren achtzig bis hundert Werke in chronologischer Folge, versehen mit Provenienz, Ausstellungs- geschichte, Literatur und einem Kommentar.  
Der nun vorliegende erste Band umfasst die Bestände vom 16. Jahrhundert bis in die Hodlerzeit. Wenig bekannt ist, dass die Sammlung des Kunstmuseums Winterthur nicht erst mit den Impressionisten beginnt, sondern weiter zurückreicht. Mit Ausnahme von Hodler sind diese Gemälde jedoch nicht im Kunstmuseum anzutreffen; sie sind seit über einem Jahrzehnt im Museum Briner und Kern bzw. im Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten in Winterthur ausgestellt. Sinnvoll ist dies, da das Kunstmuseum Winterthur nicht über umfassende Bestände älterer Meister verfügt, dafür über eine Anzahl bedeutender Einzelwerke. Darunter setzen im 18. Jahrhundert die Schweizer Kleinmeister, im 19. Jahrhundert die Landschaftsmaler aus der Romandie und der Deutschschweiz erste Akzente. Mit den Gemälden von Füssli und Graff, der aufgrund seiner Winterthurer Herkunft breit vertreten ist, mit Marées und Böcklin, gefolgt von Corinth und Liebermann, erreicht die Sammlung europäischen Rang. Ein kleines, aber aussergewöhnliches Ensemble von plastischen Werken an der Schwelle zur Moderne lohnt ebenfalls die Beschäftigung. Der Band wird beschlossen von einer Hodler-Gruppe, die von der realistischen Frühzeit bis in das grossartige Spätwerk des Künstlers reicht. Doch mit Künstlernamen allein ist es nicht getan, denn es verbergen sich in diesem Band auch Werke, die nicht allein kunsthistorisch, sondern aufgrund ihrer Sujets Beachtung verdienen, nämlich die einzigen authentischen Bildnisse von Zwingli und Rilke.  
In Band 1 werden folgende Künstler behandelt: Johann Ludwig Aberli, Cuno Amiet, Albert Anker, Hans Asper, Auguste Baud-Bovy, Hans Berger, Johann Jakob Biedermann, François Bocion, Arnold Böcklin, Hans Brühlmann, Carl Burckhardt, Alexandre Calame, Lovis Corinth, Lucas Cranach d. Ä., Giovanni Giacometti, Charles Giron, Anton Graff, Otto Frölicher, Johann Heinrich Füssli, Hermann Haller, Ferdinand Hodler, Karl Hofer, Pieter de Hooch, Fritz Huf, Jan van Kessel, Georg Kolbe, Rudolf Koller, Max Liebermann, Hans von Marées, Quinten Massys, Barthélemy Menn, Felix Meyer, George Minne, Hans Jakob Oeri, Caspar Ritter, Hans Sandreuter, Adolf Stäbli, Johann Gottfried Steffan, David Sulzer, Wilhelm Trübner, Ferdinand Georg Waldmüller, August Weckesser, Albert Welti, Johann Heinrich Wüest.  
Kunstmuseum Winterthur: Katalog der Gemälde und Skulpturen, Band 1, Herausgegeben von Dieter Schwarz  
264 Seiten, Fadenheftung, Ganzleinen mit Schutzumschlag. 80 Farbabbildungen und 60 schwarzweisse Abbildungen. Autoren: Désirée Antonietti von Steiger, Regula Bolleter, Markus Brühlmeier, Alberto de Andrés, Dina Epelbaum, Roswitha Feger-Risch, Matthias Fischer, Jochen Hesse, Franz Müller, Michael Müller, Paul Müller, Astrid Näff, Matthias Oberli, Werner Rutishauser, Dieter Schwarz, Corinne Sotzek, Bettina Staub, Michael Tomaschett, Peter Wegmann und Franz Zelger. Umschlaggestaltung: Giulio Paolini, Typographie: Walter Nikkels  
Kunstmuseum Winterthur: Katalog der Gemälde und Skulpturen, Band 1 zum Preis von Fr. 50.–/Fr. 40.– (für Mitglieder des Kunstvereins Winterthur), zuzüglich Versandspesen. Bestellungen via E-Mail info@kmw.ch oder Fax (052 267 53 17).  
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