Thea Djordjadze
one is so public, and the other, so private.

7.9.–17.11.2019 | Beim Stadthaus

All Ways Metal (Detail), 2019
© 2019, ProLitteris, Zurich
Courtesy Sprüth Magers

Medienorientierung zur Ausstellung
Donnerstag, 6. September 2019, 11 Uhr oder individuelle Führung auf Anmeldung
Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus
Museumstrasse 52, 8400 Winterthur

Die georgische Künstlerin Thea Djordjadze tritt seit einigen Jahren mit Rauminstallationen hervor und zieht international ein grosses Interesse auf sich. Nun widmet ihr das Kunst Museum Winterthur die erste institutionelle Ausstellung in der Schweiz.

Das skulpturale Werk Thea Djordjadzes ist nicht immer auf den ersten Blick als solches zu erkennen. Oft schafft die Künstlerin raumgreifende Installationen, die sie erst in situ als Reaktion auf den konkreten Raum oder den Kontext einer Institution entwickelt. Ihre künstlerische Praxis greift zuweilen tief in die institutionellen Strukturen ein und könnte als Prozess des andauernden Kontextualisierens, Rekonfigurierens und Neuordnens vorhandener und neuer Objekte verstanden werden, gewissermassen als Zustand eines permanenten Provisoriums. Diese Vorläufigkeit ist ihren Skulpturen aus meist «armen» Materialien eigen. Oft scheinen sie von zerbrechlicher Natur zu sein, für den Moment geschaffen, mit einer gewissen Offenheit, der die Künstlerin erst im Moment der Ausstellung eine gültige Form verleiht – zumindest auf Zeit. Für ihre Einzelausstellung 2017 in der Pinakothek der Moderne realisierte sie überdimensionierte, den Raum strukturierende Vitrinen, in denen sie eine Auswahl von Papierarbeiten der Staatlichen Graphischen Sammlung München präsentierte. Zugleich gestaltete sie bequeme Sitzinseln für die Besucherinnen und Besucher.

1971 in Tiflis, Georgien, geboren, studierte Djordjadze an der Kunstakademie Tiflis, der Gerrit Rietveld Akademie und der Kunstakademie Düsseldorf. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin. Ihr Schaffen war an internationalen Gruppenausstellungen, u.a. an der 5. Berlin Biennale (2008), an der dOCUMENTA 13 in Kassel (2012) und an der 56. Biennale Venedig (2015) sowie in Einzelausstellungen in der Malmö Konsthall (2012), im MOMA / PS1, New York (2016), in der Wiener Secession (2016) und im Portikus Frankfurt (2018) zu sehen. Für das Kunst Museum Winterthur wird die Künstlerin neue raumgreifende Installationen entwickeln.

Für die Werke von Thea Djordjadze gilt:
© 2019, ProLitteris, Zurich
Alle Urheberrechte bleiben vorbehalten. Sämtliche Reproduktionen sowie jegliche anderen Nutzungen ohne Genehmigung durch ProLitteris – mit Ausnahme des individuellen und privaten Abrufens der Werke – sind verboten. Bitte holen Sie vor dem Druck eine Genehmigung bei ProLitteris ein: https://prolitteris.ch/genehmigungsanfrage