Oscar Tuazon
Building

4.2. – 30.4.2023 | Beim Stadthaus

Oscar Tuazon 
It is Hard to Stop, 2013
Kunst Museum Winterthur, Geschenk der Galerie Eva Presenhuber, Zürich/New York
Foto: Oscar Tuazon

Die umfassende Werkschau des amerikanischen Künstlers Oscar Tuazon (*1975) spannt den Bogen vom Jahr 2000 bis heute. Im Mittelpunkt stehen seine «architektonischen Skulpturen». Anstatt Objekte in Ausstellungsräumen zu platzieren und diesen Platz zu besetzen, baut Tuazon die Räume um. Oft konstruiert er gleich seine eigenen Räume, sei dies in Museen, Galerien oder im öffentlichen Raum. Er untersucht funktionale Aspekte von Skulptur und ihren Gebrauchswert. Für ihn ist nicht die äussere Form entscheidend, sondern die Möglichkeiten, die sich im Umgang mit der Kunst ergeben. Das steht im Widerspruch zur Geschichte der Moderne, insbesondere zur Minimal Art. «Die Abkehr von der Idee eines originären, diskreten Kunstwerks ist der notwendige erste Schritt in einem befreienden Prozess, in dem die Menschen tatsächlich an der Erschaffung eines Kunstwerks teilhaben können, anstatt als Publikum hinzugezogen zu werden» (Oscar Tuazon). 

Der Künstler versteht seine Werke als Plattformen für soziale Interaktion. Kooperative Prozesse und flexible Do-It-Yourself-Strategien sind bereits bei der Umsetzung seiner Installationen entscheidend, ebenso wie Zufälle, die er nicht nur akzeptiert, sondern laufend integriert. Zusammen mit Handwerkern und Technikern errichtet er temporäre Konstruktionen, welche die normative Kraft institutioneller Architektur aus dem Gleichgewicht bringen. «Grob gesagt ist mein Vorgehen stets: sich in einen Raum begeben, ihn auffüllen, und den Druck erhöhen bis etwas schief geht», so Tuazon. 

Für die Ausstellung in Winterthur realisiert der Künstler eine raumgreifende Holzstruktur, die Skulptur, Modellhaus, Treffpunkt und Veranstaltungsforum in einem ist. Indem sie den Raum sprengt, schafft sie einen neuen, ungleich informelleren Ort für Begegnung und Kunst. 

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Bergen Kunsthall und der Kunsthalle Bielefeld. Gemeinsam wird im Verlag DoPe Press eine umfassende Monografie zum Werk des Künstlers herausgegeben.

Kurator: Lynn Kost

 

Zome – Eine Kunst-, Architektur- und Utopie-Freihandbibliothek

Studierende der ETH Zürich legen im Werk Reading Booth, das Oscar Tuazon im Vestibül des Museums installiert, eine Freihandbibliothek mit Büchern, Berichten, Studien, Skizzen, Modellen etc. rund um die Themen nachhaltiges Bauen und schonender Umgang mit Ressourcen an. Zusammen mit den Besucherinnen und Besuchern wird die Bibliothek ausgebaut, Wissen vor Ort ausgetauscht, weitergegeben und diskutiert. (Gesamte Ausstellungsdauer)

14.04.2024
13:00 - 16:00
Workshop / Beim Stadthaus
Malen im Museum | Form und Farbe

Gemeinsam betrachten wir Bilder der Sammlung des Kunst Museum Winterthur, immer mit dem Fokus auf das jeweilige Thema. Durch das intensive Betrachten der Werke kommen wir zu einer ganz persönlichen Interpretation. Diese Inspiration setzen wir anschliessend im Atelier des Museums mit Pinsel, Farbe und Staffelei um. Es braucht keine künstlerischen oder gestalterischen Vorkenntnisse.

Malworkshop für Menschen ab 12 Jahren mit Maltherapeutin Seera Schauwecker.
Preis pro Workshop: CHF 50.– inkl. Museumseintritt,
Für Mitglieder und andere Gratisbesucherinnen und -besucher: CHF 32.–

Anmeldung:
farbzeitraum@gmail.com
www.farbzeitraum.com

 

16.04.2024
14:00 - 15:30
Workshop / Beim Stadthaus
Kunst küsst Worte wach

Kunstwerke berühren uns – mit den Methoden des kreativen Schreibens, assoziativ und achtsam, spüren wir dem nach.

«Kunst küsst Worte wach» verbindet individuelle Wahrnehmungsprozesse mit Emotionen und motiviert so zum Schreiben von Texten, Geschichten und Gedichten.

Anmeldung und weitere Infos: sabine.meisel@zettelwerk.ch

05.05.2024
15:30 - 16:00
Spezial / Beim Stadthaus
Tanzfest Winterthur | Partiturazero

«P A R T I T U R A Z E R O» ist eine Performance im Entstehen und beschäftigt sich mit der menschlichen Stimme als Instrument der Anrufung und der Beziehungsgestaltung. Der Körper dient dabei dem Versuch, einer sich ständig verändernden Präsenz Form zu verleihen. Indem sie eine spezifische Anatomie ihres Atemsystems erforscht, wird Elena Boillat zum Subjekt und Objekt ihrer eigenen Forschung. Dabei komponiert sie eine Partitur, die über die Bedeutungen – und Grenzen – der Kommunikation selbst hinausgeht. Das Publikum ist eingeladen, bei diesem «Work in Progress» anlässlich des Tanzfests den kreativen Prozess der Künstlerin durch aktives Zuhören in einem intimen und geschützten Raum zu erleben.

Von und mit: Elena Boillat
Künstlerische Kollaboration: Laura Gaillard
Klangberatung: Mathias Steinauer
Gewinnerprojekt PREMIO SCHWEIZ 24
Dauer der «Work in Progress»-Präsentation: 20 Min.
Website: www.elenaboillat.com

Ausstellungsvideo

Inputreferat von Oscar Tuazon

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location-pos

Kunst Museum Winterthur
Beim Stadthaus
8400 Winterthur
Route hierher

time-pos

Dienstag 10 – 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag 10 – 17 Uhr
Montag geschlossen

price-pos

CHF 19 / 16 (ermässigt)
Mit dem Ticket können Sie alle drei Standorte besuchen.

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