Daheim im Museum

Liebe kleine und grosse Kunstfreundinnen und -freunde

Habt ihr Lust auf Entdeckungen im Museum? Dann nehme ich euch mit, auch wenn das Museum geschlossen ist. Wir entdecken Dinge, die noch niemand gesehen hat.
Wir werden aber auch zeichnen, basteln, usw. Wenn ihr mögt, schickt mir doch Fotos von euren gestalteten Sachen an stefanie.bieri@kmw.ch, damit wir
sie auf der Website zeigen können. So gestalten wir unser eigenes Museum, das immer offen ist!

Jede Woche kommt eine neue Erkundung dazu – bis wir im ganzen Haus waren.

Los geht’s!

…und schon machen wir uns auf für den letzten Teil unseres Museumsrundgangs.
Es bleibt uns noch, den Erweiterungsbau zu entdecken.
Dieser wird durch einen «Treppentunnel» mit dem alten Teil des Museums verbunden.

Durch diesen hellen Holztunnel geht es treppab. Hier ist es schwierig, geräuschlos zu gehen. Das Holz der Treppen knarzt, und wenn wir fest auftreten, poltert es laut!

Unten angekommen, stehen wir auf hellgrauem
Beton. Hier wurde im Januar die Ausstellung von
Walead Beshty eingerichtet.

Schaut mal, wie das ausgesehen hat:

Da wurden grosse Kisten mit dem Lastwagen angeliefert, ausgeladen und in den Erweiterungsbau gebracht.

Auf den meisten Kisten gibt es verschiedene
Etiketten und Zeichen.

Warum kommen diese drei roten Zeichen immer
wieder vor? Was bedeuten sie?

Manche Kisten kamen aber mit der Post ins Museum. Auf diesen kann man die Adressetiketten und alle anderen Kleber immer noch sehen.

Wir haben sie an der Vernissage für Kinder genau untersucht und herausgefunden, wo die Kiste abgeschickt wurde: in Genf.

Da diese Kiste aus Kupferblech gemacht ist, findet man auf ihrer Oberfläche auch die Fingerabdrücke der Menschen, die sie berührt haben.
So erzählt alles, was wir auf der Oberfläche sehen, eine Geschichte.

Habt ihr Lust, eine Kistengeschichte zu erfinden? Erzählt uns doch, wer sie herumgetragen hat, wo sie gewesen ist, was sie unterwegs erlebt hat?
Eure Geschichte kommt ins digitale Museum, wenn ihr sie an stefanie.bieri@kmw.ch einsendet!

…und dann wäre es ja auch spannend zu erfahren, was in der Kiste drin ist…

Ich habe kürzlich eine Kiste oder eher eine Schachtel gemacht, in der wieder eine Schachtel ist, in der wieder eine Schachtel ist, in der wieder eine Schachtel ist, usw.
So sieht sie aus:

Und zusammengesetzt: jeder Deckel wird auf die nächst kleinere Schachtel gesetzt.

 Wenn ihr auch eine solche «Matrioschka-Schachtel» basteln wollt, braucht ihr festes Papier, eine Schere und Geduld.

Faltplan und Anleitung:

Quadratisches Papier nach abgebildetem Schema falten und viermal einschneiden.

Zwei gegenüberliegende Ecken so in die Mitte des Papiers falten, dass dabei zwei Wände (hellgrün) der Schachtel entstehen.

Diese senkrecht aufstellen. Die orangefarbenen «Streifen» so über die Wände falten, dass die orangenen Spitzen ebenfalls in der Mitte des Schachtelbodens zu liegen kommen.

Für den Innenteil der Schachtel das Ausgangs-Quadrat um 0,5 cm Seitenlänge reduzieren und wie oben vorgehen. So können weitere ineinanderpassende Schachteln fabriziert werden.

Aber in der Ausstellung von Walead Beshty gibt’s nicht nur Schachteln und Kisten.
Als nächstes zeige ich euch zwei Objekte aus spiegelndem Material.

Aus solchen Teilen wurde ein grosses Wand-Objekt zusammengesetzt.

So sieht‘s jetzt aus:

von links

von vorne

von rechts

Ein ähnliches gibt’s auch noch in Kupfer.

Vergleicht die Formen der beiden Objekte!

Diese Objekte verändern sich, sobald im Raum davor etwas passiert: auf ihrer Oberfläche spiegeln sich die Besucherinnen und Besucher. Diese können also das Objekt mitgestalten!

Dies machen Erwachsene gern:

Und auch Kinder!

Weil das Blech gewölbt ist, werden die Spiegelbilder verzerrt. Dies ist ein besonderer Spass, wenn man sich bewegt!

Eine Verzerrung könnt ihr beobachten, wenn ihr euer Gesicht in einem Löffel spiegelt.
Probiert das mal mit verschiedenen Löffeln: Kaffeelöffel, Suppenlöffel, Suppenkelle.
Und probiert es mit der Löffelmulde und dem Löffelrücken!

Ganz am Ende unserer Entdeckungstour durch’s Museum gehen wir in ein kleines Kämmerchen.
Auf dem Plan trägt es die Nummer 21.

Klappt den oberen langen Teil nach unten über den Teil mit der Zunge.

Hier zeigt Walead Beshty einen Film, den er aus lauter Fotos zusammengeschnitten hat. Auf diesen Fotos sehen wir Menschen, die mit ihm zusammen an seinen Ausstellungen gearbeitet haben, überall auf der Welt. Wenn wir viel Geduld oder Glück haben, können wir die Mitarbeiter*innen des Kunst Museums Winterthur hier bewundern. Setzen wir uns doch auf die Bank und schauen dem eine Weile zu….

Was ist denn da unter der Bank? Mein Fuss ist an etwas Hartes gestossen!

Wie könnte es anders sein: Nochmals eine Kiste…

…und in der Kiste ein Zettel:

Das ist aber schwierig zu entziffern. Aber ihr wisst ja schon, was euch dabei helfen kann…

Wenn es mit dem Spiegel immer noch schwierig ist, macht doch einfach den Kopfstand!

Erinnert ihr euch an die Marmorgeistlein, die wir ganz am Anfang unseres Rundgangs im Treppenhaus gehört haben?
Ich hätte nicht gedacht, dass da so ein Marmorgeistlein eine Überraschung für uns vorbereitet hat. Aber so sind die wohl: machen, was ihnen gefällt und worauf sie Lust haben!

Ich habe übrigens auch Lust auf eine Vernissage mit euch. Meldet euch bei mir an, wenn es euch auch so geht (stefanie.bieri@kmw.ch). Alles Weitere wird sich hoffentlich bald klären.

Es hat mich sehr gefreut, dass ihr auf dem Rundgang durch das geschlossene Museum dabei gewesen seid und dass ihr so mutig Fotos von euren Werken ins digitale Museum geschickt habt!
Zum Dank dafür bekommt ihr ein kleines
Geschenk vom Museum.

Auch wenn das richtige Museum jetzt wieder geöffnet ist, bleibt das digitale Museum noch in Betrieb. Schickt also weiterhin Fotos, Videos, Texte, Tonaufnahmen an:
stefanie.bieri@kmw.ch

Vielleicht begegnen wir uns bald einmal im richtigen Museum? Das wär‘ schön. Bis dann!

Digitales Museum

Hier befindet sich die Sammlung aller Arbeiten, die im Zusammenhang mit «Daheim im Museum» eingesandt wurden.

Das «Digitale Museum» ist immer noch offen und wir freuen uns, wenn es laufend erweitert wird. Fotos einfach einsenden an: stefanie.bieri@kmw.ch

Mirco (5.5 Jahre), Selbstporträt mit Schneeflocken, 2020

Mirco hat sich selbst gezeichnet zusammen mit Schneeflocken, die zusammengewachsen sind.

Jorina (10 Jahre) , Spiegelbild, 2020

Jorina (10 Jahre) , Spiegelbild, 2020

Christine, Selbstportrait, 2020

Ursula, Selbstportrait, 2020

Manuel, Schoggikuchen, 2020

Lara (8 Jahre), Selbstporträt, 2020

Selina (6 Jahre), Selbstporträt, 2020

Frau und Fräulein Hu-Monet, Seerosen, 2020

Frau und Fräulein Hu-Monet, Seerosen, 2020

Frau und Fräulein Hu-Monet, Seerosen, 2020

TC, Seerose aus zwei Papierservietten, 2020

TC, Papierservietten-Seerose auf NZZ-Folio, 2020

TC, Papierservietten-Seerose auf Blumenbild, 2020

Alexander Oskoui, Ascona, 2019

Zoé (9 Jahre), Waldlichtung, 2020

Bigi Caravaggia, Nachstellung von «Judith und Holoferness», 2020

Andrea, Alex, 2020

Hampelesel (1), 2020

Hampelesel (2), 2020