Vernissage Monica Bonvicini

9.9.2022

Das Kunst Museum Winterthur zeigt in der Ausstellung Hurricanes and Other Catastrophes über sechzig grossformatige Zeichnungen der vielseitigen Künstlerin Monica Bonvicini. Dies ist die wohl grösste Ausstellung ihrer Zeichnungen. Ergänzt werden sie mit einer gezielten Auswahl an skulpturalen Arbeiten.

Am 9. September wurde die Ausstellung in Anwesenheit der Künstlerin eröffnet. Das mediale Echo auf die schweizweit erste institutionelle Ausstellung war riesig. Noch bis am 13. November sind die zum Teil 2.5 Meter breiten Zeichnungen im Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus zu sehen.

Vernissage Monica Bonvicini – Hurricanes and Other Catastrophes am 9. September 2022. Foto: Reto Kaufmann

Vernissage Monica Bonvicini – Hurricanes and Other Catastrophes am 9. September 2022. Foto: Reto Kaufmann

Vernissage Monica Bonvicini – Hurricanes and Other Catastrophes am 9. September 2022. Foto: Reto Kaufmann

Vernissage Monica Bonvicini – Hurricanes and Other Catastrophes am 9. September 2022. Foto: Reto Kaufmann

Vernissage Monica Bonvicini – Hurricanes and Other Catastrophes am 9. September 2022. Foto: Reto Kaufmann

Vernissage Monica Bonvicini – Hurricanes and Other Catastrophes am 9. September 2022. Foto: Reto Kaufmann

Vernissage Monica Bonvicini – Hurricanes and Other Catastrophes am 9. September 2022. Foto: Reto Kaufmann

Vernissage Monica Bonvicini – Hurricanes and Other Catastrophes am 9. September 2022. Foto: Reto Kaufmann

«Radikaler feministischer Vandalismus»

NZZ am Sonntag

 

«So zurückgenommen, aber auch so intensiv wie in Winterthur hat man Bonvicini aber wohl selten erlebt. Diese bisher wohl grösste Ausstellung ihrer Zeichnungen wirf ein neues Licht auf ihr Schaffen.»

art – das Kunstmagazin

 

«Beim Zeichnen trieb sie nicht nur die Problematik des Klimawandels an, sondern auch die grundlegender gesellschaftlicher Schieflagen. Denn oft werden die Häuser ärmerer Bevölkerungsgruppen – wie in New Orleans bei „Katrina“ – besonders hart von solchen Ereignissen getroffen. Bonvicini, die in Berlin an der UdK studierte und dort als Professorin für Bildhauerei lehrt, nähert sich der Thematik teils sehr expressiv.»

kunst:art

«Die Zeichnungen müssen schwarz sein, konfrontativ und gross. Da ist Ärger und Wut in den Zeichnungen, denn das ist, was ich in New Orleans gesehen habe, als ich Menschen traf, die alles verloren haben. […] Da ist Schmerz in den Zeichnungen, da ist Liebe in den Details und eine Dringlichkeit der schnellen Striche, denn genau so trifft dich eine Katastrophe.»

Monica Bonvicini zitiert im Kunstbulletin

«Bonvicini gelingt es, mit kraftvollem Pinselgestus in schwarzer Tempera auf Papier, sparsam ergänzt mit schwarzer Sprühfarbe, in verfremdeter Form eine naturalistische Bildwirkung zu erzeugen. Die grossen Formate ihrer Arbeiten – in einem Fall sind es fast sechs Meter Breite – sind für die Wirkungen essentiell, da sie die Betrachter förmlich auf die maltechnische Auflösung der Bildinhalte stossen.»

Journal21